Samstag, 3. Dezember 2011

tröpfchenweise leise

Wenn harte Regentropfen,
zärtlich an mein Fenster klopfen,
denk ich an Dich und Deine Worte

Wie Du einst schriebst,
dass Du mich liebst.
Lauschen wollest Du meiner Worte,
würdest auf mich warten,
vorn an der Pforte.

Es rinnen die Tropfen,
sanft, ein schweigsames Klopfen.

Sonntag, 13. Februar 2011

Man müsste mal wieder


Man müsste mal wieder Quatsch machen,
man müsste mal wieder laut lachen,
man müsste mal wieder lustig pfeifen,
man müsste mal wieder nach den Sternen greifen.

Man müsste mal wieder einfach verreisen,
Man müsste mal wieder auf alles werfen,
Man müsste mal wieder spazieren gehen,
Man müsste mal nicht immer nach dem Rechten sehn.

Man könnte ja manchmal einfach was wagen,
Man müsste ja manchmal nicht alles ertragen,
Man könnte ja manchmal sich selber pflegen,
Mehr innen als außen, na meinetwegen.

Ich würd mal wieder gern tanzen im Regen,
Ich würd mich mal wieder gerne in eine Wiese legen,
Ich würde mal wieder gerne Lieder singen,
Ich würde mal wieder gern über Mauern springen.

Komm lass uns barfuss durch Matsche patschen
Und lass uns die Matsche an Wände hinklatschen.
Lass uns die Zeiger der Uhr anhalten
Und lass uns heut einfach die Zeit ausschalten.

Thomas Knodel

Samstag, 12. Februar 2011

Ein Fensterbrett erzählt vom Leben...

Wieder einmal Zeit zum Nachdenken genommen, machte ich es mir heute morgen auf meiner Schreibtischplatte bequem - direkt vorm Fenster, mit Blick in den Garten. Beobachtend, wie sich die ersten Schneeglöckchen durch die frostige Erde kämpfen. Sie sind schon weit gekommen - ich mache mir Sorgen um die zarten Pflanzen, die vermutlich die nächsten Schneedecke nicht überleben werden.

Auf dem Weg meiner Augen hinaus in den Garten, bleiben sie am Fensterbrett hängen. Ein Stück Treibholz, ein besonderer Blumentopf, ein getrockneter Olivenzweig, ein Stück Stoff, eine Kerze, eine Rose, Orchideen, ein Fensterbild - ein jedes hat eine eigene Geschichte zu erzählen, mit der sich viele weitere verbinden - zusammen eine Geschichte, mein Leben - meine Lebensgeschichte.

Und diese führt mich auch zurück in die Heimat, an den Ort, in das Haus, in dem ich aufgewachsen bin. Dort, wo vor 11 Jahren folgendes Gedicht entstanden ist, an das ich mich heute erinnerte . Es entstand an einem Ort, an den ich mich manchmal zurück sehne: die Steintreppe meines Elternhauses, von der der Blick in den Sternenhimmel oder auch zum Wald meist frei war - ein Stück Natur, das zur Ruhe kommen lies.
Und es ist nicht nur jene Treppe vor der Haustür, sondern es sind auch die Sehnsüchte, die sich nach 11 Jahren wiederholen - oder vielleicht nicht wirklich still wurden...


Abends, wenn ich vor unserer Haustür sitze
Der milde Abendwind durch die Bäume weht
Dann warte ich auf ein Wunder.

Dass Du kommst.
Dass Du vor mir stehst, mich anlächelst
Und ich mich einfach fallen lassen kann.
Tief in Deine Arme, immer tiefer.
Dass Du mir zuhörst und mich verstehst
Dass Du nicht von mir gehst
Dass Du mich in Deinen Armen wiegst
Dass Du gerade jetzt neben mir liegst

Dann warte ich und merke:
Es hat ja doch keinen Sinn!
Und gehe rein.

Sonntag, 7. November 2010

You are brilliant, forgot about it?

Some nights back, there was a man telling me, I´m brilliant.
He remembered me on something I might have forgotten.
It really touched me, reading this line...I had to ask myself, do I know, that I´m brilliant?
Did I forgot?
I should rather question myself: What makes me brilliant?
Instead to rejoice about that hint, I felt like crying.
Me? Brilliant? Why?
Would you still say it, if U would know, how I changed? Who am I really?
I guess you would.
Because we have someone in common...JESUS.

I´m grandios, because I am. God created me, as he wanted me to be.
I´ve got Jesus in my life, who loves me and forgives me for my troubled thoughts. He helps me, not to be perfect all the time - he takes the pressure from my shoulders.
He welcomes me with open arms, embraces me - including my doubts, my mistakes...

He makes me shine, because of him, I can say again: I´m brilliant, I´m grandios!

And I thank that man, who reminded me of who am I...Gods brilliant child!

Samstag, 3. Januar 2009

Zwischen Mohn und Margeriten

Zwischen Mohn und Margeriten
in den Himmel schaun und träumen
und den weißen Wolken folgen
und nicht denken was wird morgen
sein - jetzt im Grase liegen
und vielleicht die Blütenblätter zupfen
er liebt mich -ein wenig - von Herzen sehr -
zwischen Mohn und Margeriten

Eva Maria Leiber




Dienstag, 16. Dezember 2008

engel

engel
ihr boten des lebens
führt mir die bedeutung des vertrauens vor augen
wennmich die angst gefangen nehmen will
erinnert mich an die würde der freiheit
wenn ich mich abhängig machen lasse
singt mir vom wohlgefühl der aufrichtigkeit
wenn ich mich selbst zu verraten drohe
malt lohnenswerte ziele in bunten farben
wenn ich die hoffnung aufgeben will
lasst mich überfließen vor zärtlichkeit
bevor gleichgültigkeit alles gefrieren lässt
bringt mich zum lachen und weinen
wenn resignation einziehen will
steht mir zur seite
wenn das leben bedroht ist

Beate Schlumberger

Sonntag, 14. Dezember 2008

Schenke groß oder klein

Weihnachten ist nicht mehr weit, und wer macht sich nicht hier und da Gedanken darüber, was unseren Nächsten, den Menschen die wir lieben, die uns wichtig sind und etwas bedeuten geschenkt werden könnte?

Doch was ist meine Motivation beim Schenken? Die Freude darüber, dass ich das größte Geschenk empfange was ich bekommen kann? Ist mir nicht mit Jesus in der Krippe alles geschenkt worden? Und mit der Fülle diesen Alles bin ich fähig weiter zu geben, zu schenken. Doch ist es dann nicht meine Aufgabe anstatt von Büchern und Krawatten, meinem Nächsten auch Jesus zu schenken - denen, die ihn noch nicht kennen, von Jesus zu erzählen? Oder kann ich nicht auch durch Bücher und Krawatten meinen Jesus mit verschenken? Er ist im Geben unveräußerlich, ich muss mich nicht von ihm trennen, indem ich ihn weiterschenke. Er lebt nicht nur im Geschenk mit der Erinnerung an den Schenker weiter, sondern er lebt auch weiterhin in mir - mit mir auf dem Weg. Eine Gabe, die sich vermehrt, potenziert, ein Geschenk dass nicht abnehmen kann. Es lebt ewig weiter.

Ich habe in diesem Advent drei Kalender:
Einen Engelskalender mit Bildern. Einen Textkalender mit Gedichten und Worten rund um Engel "Als wären es Engel die da kämen", und einen anderen Textkalender, "Begegnungen im Advent" herausgegeben vom Ev. Johannesstift Berlin.
In eben letzteren las ich heute folgendes Gedicht von Joachim Ringelnatz, was sich im Kleinen und Privaten mit dem Thema beschäftigt, was ich in meiner mündlichen Prüfung am Mittwoch zum (hoffentlich) Besten geben werde. Ein andere Perspektive des Gebens:


Schenke groß oder klein,
Aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten
Die Gaben wiegen,
Sei Dein Gewissen rein.
Schenke herzlich und frei.

Schenke dabei
Was in Dir wohnt
An Meinung, Geschmack
und Humor,
So dass die eigene Freude zuvor
Dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
dass Dein Geschenk
Du selber bist.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten

Psalm 126,5

Wie viel Freude kann ein Tag bringen, der unter Tränen begonnen wird?

Es ist einige Jahre her, da fiel mir ein sms-Spruch in die Hände (ja, es gab Zeitn, da war das total cool, sich irgendwelche tollen Sprüche zuzuschicken - meine Hochzeit mit 16 :) )

Nichts im Leben ist tragisch, hoffnungslos und traurig, selbst eine Träne die die Wange hinabrollt, kitzelt.

Also, wenns kitzelt, warum sich dann nicht daran erfreuen? :)

Resümee gibts heute Abend.


14.12.2008

Was lange währte wurde letztlich gut -und Freude wurde geerntet, wahre Freude :)

Samstag, 8. November 2008

"Jede Entscheidung die wir treffen ist emotional, sie wird nur rational unterfüttert!"

Immer wieder fahre ich nachts mit dem Rad die Straße entlang, dunkle, unbeleuchtete Parkanlagen und Wege meide ich - doch warum? Vermeintlich lauert hinter jedem Busch eine neue Gefahr - und davor habe ich vielleicht Angst? Doch die einzigen Gefahrenquellen springen nicht plötzlich aus dem Gebüsch sondern hoppeln vor mir weg -und inspirieren mich, mal wieder mehr Karroten zu essen.

Angst - alleine im Dunkeln auf Parkwegen? Nein, die habe ich nicht mehr. Wie friedlich und gelassen fuhr ich gerade all die Wege, in einer Gegend, in der auch ich anderen davon abrate, diese Wege zu nehmen. Ein schöner Heimweg.

Er begann in der Innenstadt. Ich hielt auf der Kennedybrücke und sog den Blick Richtung Binnenalster und die Ruhe der Nacht in mich auf (wer in Hamburg schon einmal nachts diesen Blick auf die Innenstadtskulisse von dort genommen hat, der weiß, wie viel sich daraus ziehen lässt). Lange stehe ich da, schreibe ein paar Zeilen in mein Buch - lasse mir den Wind um die Ohren ziehen, bis ich meine Mütze überstülpe. Ich denke, rede, spreche - für mich, mit mir, mit Dir.

Später noch einmal, in Horn halte ich an - setze mich auf eine Schaukel. Ich schwinge, wiege mich fast wie ein baby in den Schlaf - und wie die Kaninchen im Park vor mir weghoppelten, so schien das kleine Lächeln, das winzige Glück, was da kurzzeitig war, ebenso schnell wieder von mir zu schwinden.
Ich schreibe nicht von Freude, ich schreibe von Frieden.

Und ich schreibe von der Angst, die ich für mich nicht mehr fahrradfahrend auf unbeleuchteten Parkwegen in mir ausmache. Meine Angst ist nicht der Weg, sondern das Ziel. Wenn ich nach Hause komme, mit kalten Füßen, allein - mit mir und meinen, den Tag revue passierenden Gedanken.
Meine Ängste sind keiner Natur körperlicher Gewalt, sondern einer viel subtileren und schmerzhafteren Art: Meinungs- und Gedankenschwankungen innerhalb von wenigen Minuten, ungeduldig nachvollziehbare Drehungen in einem 180° Radius. Das Wissen, eigentlich nichts zu wissen und dann nicht zu dem zu stehen, was ich weiß.
Angst vor der Leere nach gefüllten Zeiten. Schmerzhafte Klärungen von Ungewissheiten.

Sonntag, 2. November 2008

Die Übeltäterin

Gerade die Menschen, die uns am Nächsten stehen, vermögen es, uns die tiefsten Wunden zu zu fügen, oftmals ganz alltäglich, unbewusst - ist das nicht fatal? Und woran scheitert es?

Nicht selten kam in meinem Studium bei Vorträgen von geschätzten Dozenten oder gar Professoren die Schlußbemerkung, wir müssen besser kommunizieren in der Sozialen Arbeit.
Ein Schmunzeln - jaja, die gute alte Kommunikation :)

Und jetzt tritt sie wieder ins Licht - und ist wie überall - unabdingbar!

Auch hier, in Situationen, wo das Verhalten uns wichtiger Menschen vergleichbar ist mit einer Tür die offen steht. Und kurz bevor ich eintreten will, wird sie mir vor der Nase zugeschlagen.
Das ist dann schmerzvoller als eine verschlossene Tür, auf der steht: Bitte draußen bleiben!

Samstag, 1. November 2008

Entscheidungen

Reach the Kiez, wie es in unseren internen Kreisen heißt, fällt heute Abend aus. Zu wenige Mitarbeiter.
Ich sitze allein zu Hause (wie so oft im letzten Monat). Kerzen brennen, Schubert tönt von der Schallplatte und der süßliche Pflaumenschnaps, den mir meine Mutter aus der Ukraine mitbrachte, ist nun angebrochen.

Ich frage mich, wovon ich meine Entscheidungen abhängig mache. Ursprünglich wollte ich jetzt in Marburg bei Elli sein. Aufgrund von reach the kiez habe ich mich dagegen entschieden. Ich wollte dabei sein, Verantwortung übernehmen, wo schon so viele andere nicht kommen können. Nun fällt es aus. Ich fühle mich als Verliererin. Was habe ich wirklich verloren? Worauf gründete meine Entscheidung?!

Habe ich auch etwas gewonnen? Einen Nachmittag mit einer Freundin, der ich mich gegenüber so unfähig des Zuhörens empfand. Innerlich weit weg.
Einen Nachmittag mit Richard, der so voller Lachen, voller Wärme undeinfach nur herzlich war.
Ein Abend mit James Bond und schläfrigen Liebesgrüßen aus Moskau inklusive langsam resignierender Gefühle und dem verstärkten Wunsch danach, wahrheitsgemäß zu agieren.

Doch was ist jetzt gewonnen, was verloren? Welche Auswirkung wird diese Entscheidung noch nach sich ziehen? Außer zu viel gefühlter Einsamkeit - aus der es mir so gut tun würde auszubrechen, Wände zu wechseln und ein Gefühl von neu entdeckter Freiheit und Glückseligkeit zurück zu erobern.

Zeitweise fühlt sich mein Leben an, als bestehe es aus vielen kleinen Bruchstücken die geblieben sind aus Kindheit, Erfahrungen, Erlebnissen, Erinnerungen, Begegnungen, Liebe und Nähe ... und diese verbinden sich zu dem, was dann nicht mehr fröhlich im tanzenden, die Lichter bunt widerspigelnden Seifenblasenmeer sein Synonym findet, sondern sich treffender in einem Tränentropfenmeer ausdrücken lässt.

Gesucht wird Heilung. Und ich wünsche, ich könnte voller Inbrunst beten:

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. (Psalm 121)

Freitag, 31. Oktober 2008

Erkenntnise

Dieser Tage, Wochen ... überkommen mich immer wieder ganz eigene Gedanken.
Manch einer mag es Urlaub nennen, in dem ich mich befinde - mir kommt es immer mehr wie eine recht unproduktive Zeit meiner selbst vor. Sehe ich das nur so - im Vergleich zu meinen lieben, große Haufen produzierenden Freunden - oder gehe ich gar zu hart mit mir selbst ins Gericht? Habe ich nach drei Jahren Studium und ohne Sommerurlaub nicht auch eine Auszeit verdient?

Bei all der Zeit die mir geschenkt ist, in der ich so viel denke und mich immer wieder auch ablenke wird mir doch wieder eines bewusst, was ich heute jetzt und hier gesondert hervorhebe:

Es tut so gut Freunde zu haben, die sich Zeit für mich nehmen - obwohl sie subjektiv gesehen so viel weniger davon zur Verfügung haben als ich. Ob 10 Minuten oder 30, ich lerne anzunehmen, dass meine subjektiv als mindere Probleme angesehenen Verstimmungen es durchaus wert sind, ernst genommen und liebeoll mit Zeit bedacht zu werden!

Danke für eure Zeit und die Lektionen!

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Der alte und der neue Mensch


So tötet nun die Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist. Um solcher Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. In dem allen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr noch darin lebtet. Nun aber legt alles ab von euch: Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, schandbare Worte aus eurem Munde; belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Werken ausgezogen und den neuen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat. Da ist nicht mehr Grieche oder Jude, Beschnittener oder Unbeschnittener, Nichtgrieche, Skythe, Sklave, Freier, sondern alles und in allen Christus. So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in "einem" Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.

Kolosser 3, 5-17

Einige Gedanken zur Dankbarkeit

In diesem Brief fordert Paulus die Christen auf, dankbar zu sein. Allezeit, für alles was wir haben, Gott zu danken. Warum muss Paulus diese Aufforderung niederschreiben? Gibt es auch einen Aufruf in der Bibel, dass wir klagen sollen? Mir ist keiner präsent.

Wir klagen täglich mit einer Selbstverständlichkeit. Schaue ich auf mich selbst - ich würde mich durchaus als einen Menschen mit positiver Grundhaltung einschätzen - ertappe ich mich doch immer wieder beim Klagen. Ein Klagen, dass sich über die konkreten Umstände in meinem Leben in den verschiedensten Bereichen und Facetten auseinandersetzend austauscht.
Ich möchte dazu sagen, es ist ein Klagen, welches ich durchaus als legitim, ja gar notwendig bezeichne. Denn es ist jene Art und Weise, Dinge die mich belasten zu verarbeiten. Mit anderen Menschen darüber zu sprechen, neue, vielleicht gar objektivere Sichtweisen darauf zu erlangen und mit Zeit und Geduld und im Gebet diese Wunden heilen zu lassen. Belastungen wollen verarbeitet werden. Ein Kuchen bäckt sich auch nicht von allein, nur mit viel Zeit, manches Mal auch Geduld beim Zusammenstellen der richtigen, "optimalen" Zutaten und Mengen, und genügend Wärme wird er genießbar.

Der Schlüssel allerdings liegt für mich darin, dass ich über all dem Klagen und Verarbeiten nicht vergesse, stets die positive Seite mit in den Blick zu nehmen. Nicht nur von ihrer Existenz auszugehen, sondern sie auch auszusprechen. Das passiert in Dankbarkeit. Das ist der Grund, warum Paulus schreibt, seid dankbar!
Mich über die Probleme und Sorgen zu beschweren, die ich habe, das liegt mir an manchen Tagen so nahe. Da brauche ich eine Ermutigung, Einen, der mich darauf stößt und mir zeigt, wie viel Grund ich darüber hinaus zum Danken habe.

Und den habe ich wahrlich! :)



Sonntag, 7. September 2008

Wahrheitsgemäß agiert

Es scheint ein seltsames Unterfangen zu sein -
und lässt mich indes auf seinerlei Art und Weisen nicht los.

Wieso - stellt sich mir die Frage - wieso tut der Mensch sich so oft so schwer daran jene Dinge auszusprechen und auf den Tisch zu legen, die er fühlt, mit denen er sich in Gedanken rumschlägt, die ihn bedrücken und beklemmen?! Es könnte doch so einfach sein die Wahrheit wissend an wen gerichtet zu kommunizieren und damit Chancen zu eröffnen,wäre das nicht eine Art von der allzu viel gefragten Partizipation in unserer ach so liebralen Gesellschaft!?

Wieso drücken wir all uns Fühlen stets immer nur anonymisiert in englisch verfassten Versen aus - und bringen sie nicht in unserer eigenen Sprache auf den Punkt? Ich fordere mehr Mut zur Wahrheit die zum Gewinnen bestimmt ist und nicht nur verlieren muss! Und was die Wahrheit verliert, das verliert sie und gewinnt dabei - nämlich an Aufrichtigkeit des Menscehn, der stark genug ist sich im Gegensatz unserer Zeit zu befinden und laut zu sagen NEIN (Tucholsky), zu den unterdrückten Halbwahrheiten die sich in unserem alltäglichen Leben stets aufs Neue einflößen! Wieso machen wir uns das Leben, diese wertvollen Tage die uns gegeben sind, so unbegründet schwer mit Abwägungen von Wahrheiten?! Riskieren wir es! Was gibt es schon zu verlieren? Wer die Wahrheit nicht hören kann, der ist es nicht wert das wir uns länger Gedanken darum machen!
Mut zu den eigenen Gefühlen! Mut sich verletzbar zu machen, in dem eigen festgesetzten Maße der Verletzlichkeit! MUT vorraus zu schauen und das GUTE zu genießen - raus aus allen Repressionen die wir uns Tag für Tag selbst zufügen! Stehen wir auf und schrei(b)en die Wahrheit hinaus!

Ich.
Ich muss damit ganz neu beginnen und den Anfang wagen. Für mich.
Denn wir - das bin zu vorderst -

ICH.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an meine liebe Schwester, die mich auf eben jenen Text, den ich vor 10 Monaten schrieb, neu aufmerksam machte. Er sei hier erneut ins Gedächtnis gerufen.

Donnerstag, 21. August 2008

Umgelegt

Ruhige See
Beleuchteter Hafen
Ein Schiff fährt ein
legt an

Angelegt
Bestaunt
Für schön befunden
Umschwärmt



Erlaubnis zum Ankern
~ verwehrt~

Die Schleuse
verengt sich
beinahe lautlos
hinter ihm

Ein Schiff fährt hinaus
ins Dunkel
Wellen toben
Wirbelwinde

Samstag, 16. August 2008

Aufruf

Der Wecker klingelt. Die Arbeit ruft. Gefragt ist nur eins: Selbstdisziplin.

Das Telefon vibrierte. Ein Freund rief. Um Hilfe.
Gerufen hatte der Tod.

Der Wecker klingelte. Aufgerufen aufzustehn.
Dem Tag entgegen zugehn.

Du hast mich Herr gerufen, und darum bin ich hier.
Du legst mir deine Worte und deine Taten vor.
Herr sammle die Gedanken und schick mir deinen Geist.

Sonntag, 10. August 2008

Caravan

Warum ich keine Bücher lese, wenn ich eigentlich schriftliche Ausarbeitungen zu tätigen habe?
Weil ich sie am Stück durchlese.

So wie heute, eine Geschichte über Erdbeerpflücker in England, ihre Herkunft Osteuropa, Afrika - meine Welt?!
Die Globalisierung als Ausbeutungsmotor, Schicksale die schneiden -messerscharf. Wahrheiten, humoristisch aufgearbeitet. Und doch erschreckend real.

Freitag, 1. August 2008

Rose von Tirol

Und da ist er wieder, der Song, den ich schon verschwunden - auf nimmer Wiedersehen geglaubt hatte. Ich war vor einem 3/4 Jahr allerdings so weise, dass ich diesen Song unbedingt weiter teilen wollte - kürzlich fand ich auf der Suche nach alten, gesendeten Emails, dieses Lied im Anhang wieder...

"manchmal schau ich mir, die alten Fotos an, aus der Zeit als wir, noch so richtig glücklich warn, meinen großen Traum, den hat sie mir zerstört, und ich hab von euch zwein, seitdem nie mehr was gehört..." - oh nein, ich kann das ja schon fast auswendig :)

Okay, ich fühle mich nicht nur ertappt, ich bins wohl auch - und obgleich keine sieben Jahre lang (d)ein Herz für mich schlug - und keine Rose von Tirol daher kam, die ihn (dich) mir wegnahm, in nur einer Nacht [glücklicherweise reichte da auch nicht ein Tanz aus, um mich chancenlos dastehen zu lassen] - kommt der Mensch hindurch.

Warum schreib ich das alles? Ich hör das Lied grade, ganz einfach.
--> Weiter: Ertappt fühle ich mich auch in einer Stimmung, nach einem Film, der mir sehr nahe
ging.
Der Song, der im Anhang wieder zu mir zurückfand, und dessen Hauptteil an einen Menschen ging, der wie dieses Lied ein Stück zu mir zurückfand.

Der Inhalt des Liedes, vollkommen nichtig - für mich, heute, aktuell.




Montag, 21. Juli 2008

Beziehungen

Einige Gedanken, die mir Anstoß gaben, las ich letztens im Editorial eines Heilsarmee Magazins und möchte sie hier kurz wiedergeben.

Bist du ein Beziehungsweiser? - Einer, der weise mit seinen Beziehungen umzugehen weiß?
Bist du beziehungsweise?
Oder ein Beziehungswaise?
Beziehungen brauchen Zeit, kaputte Beziehungen können heil werden.
Zu wem sollen wir eine Beziehung haben? Wer ist unser Nächster?

Die zentrale Beziehung:die Beziehung zu Jesus Christus. [nach Alfred Preuß]


Ich kann nicht von mir behaupten, dass ich eine Beziehungswaise wäre, aber beziehungsweise bin ich auch nicht eine Beziehungsweise. Doch letztlich trifft und vereint sich wohl alles wieder, in der zentralen Beziehung zu Jesus. Denn auch wenn ich immer wieder am Zweifeln bin, Fragen habe und so vieles erst einmal nicht verstehen will oder kann - so wirkt sich doch diese eine, wenn sie dann gesund ist, zentrale Beziehung beziehungsweise auf die anderen Beziehungs Weisen aus. So hat dann auch die ein oder andere Beziehung das Potential wieder heil zu werden. Und ich kann vielleicht wachsen darin, eine Beziehungweise zu werden.

Montag, 30. Juni 2008

Kurzentwurf

Selbstbetrug
durch Nähe

und

undurchdachtes
Wortgef(l)echt
meines Gegenübers

Schweigen
kommuniziert

der Körper
spricht
ein Schweigen

Kommuniziertes
Kommunikationsproblem
unkommunikativ
kommuniziert

------

Aufgeklärter
Selbstbetrug